Fahrzeug-Zündwegfahrsperre mit Alkoholtester, Immobilizer-Szenario, 1-Wire-Technologie und GPS-Tracker der FMx125-Serie
Einleitung
Alkohol bleibt in vielen Ländern die am häufigsten konsumierte Substanz und Sucht. Tatsache ist, dass Fahrer mit hoher Blutalkoholkonzentration einem deutlich höheren Risiko von Verkehrsunfällen ausgesetzt sind. Das bedeutet mehr Unfälle, Sachverluste, Verletzungen und Todesfälle. Deshalb wird eine routinemäßige Atemtestung der Fahrer einer Firmenflotte neben einer umfassenden Fahrzeugortung und Datenüberwachung nicht nur zu einer attraktiven Option, sondern zu einer klugen Investition.
Herausforderung
Wussten Sie, dass laut den von forbes.com erhobenen Statistikdaten zu Trunkenheit am Steuer mehr als ein Viertel (25 %) aller verkehrsbedingten Todesfälle unmittelbar auf eine Beeinträchtigung durch Alkohol zurückzuführen ist? Allein in den USA sterben täglich etwa 37 Menschen bei Unfällen durch Trunkenheit am Steuer – das ist eine Person alle 52 Minuten –, und es kostet jedes Jahr mehr als 132 Milliarden $. Das ist eine kolossale Zahl und womöglich eine der größten und seit Jahrzehnten andauernden Tragödien auf den Straßen.
Die Gefahren von Alkohol am Steuer sind zahlreich: langsame Reaktionszeit, fehlende Koordination, verringerte Konzentration, eingeschränkte Sicht und gehemmtes Urteilsvermögen. Leider ist Alkohol (bzw. Fahren unter Einfluss) seit Anbruch der Motorindustrie als Killer auf den Straßen bekannt. Unausweichlich führt er zu höheren Versicherungsbeiträgen und Steuern sowie zu menschlichen, medizinischen und Sachkosten. Ganz zu schweigen davon, dass Familie, Freunde und Kollegen trauern – intensive Traurigkeit, Wut oder sogar Rachegelüste.
Eine der Strategien zur Vermeidung von alkoholbeeinträchtigtem Fahren in Firmenflotten sind verpflichtende Nüchternheits- und Atemtestverfahren vor dem Starten der Fahrzeugzündung. Um Flottenmanager und Unternehmer dabei zu unterstützen, hat Teltonika erfolgreich die Funktion ‚Alcotester Check' entwickelt.
Lösung

Sie umfasst eine Methode zur Authentifizierung des Fahrers, die auf dem 1-Wire-Kommunikationsbussystem basiert und eine kontaktlose Radiofrequenz-Identifikation (RFID)-Karte, einen 1-Wire-RFID-Leser, ein Immobilizer-Szenario, den Fahrzeugtracker Teltonika FMC125 der Kategorie PROFESSIONAL und den Alkoholtester Alcovisor Mercury für Prüfungen der Blutalkoholkonzentration (auch BAK) der Fahrer und die Zündwegfahrsperre kombiniert. Letzterer kommuniziert mit einem GPS-Gerät über die serielle Schnittstelle RS232 und einen USB-Anschluss.
Der Alkoholtester verwendet eine elektrochemische Brennstoffzelle, um die Alkoholkonzentration aus der Atemprobe einer Person (in diesem Fall des Fahrers) zu messen. Ist Alkohol vorhanden, wird von der Brennstoffzelle eine entsprechende Spannung erzeugt, die proportional zum Alkoholgehalt der bereitgestellten Probe ist. Danach wird der Spannungswert entsprechend in eine BAK umgerechnet, die dann angezeigt wird. Für eine bequeme Stromversorgung kann er an einen Zigarettenanzünder-Adapter des Fahrzeugs angeschlossen werden.
Das Modell Alcovisor Mercury kann zwei Arten von Tests durchführen – den ‚Screening-Test' (auch ‚passiver Modus'), um das Vorhandensein oder Fehlen von Alkohol zu erkennen (‚Alkohol erkannt' oder ‚Kein Alkohol') mit einem an den Probenanschluss angebrachten, wiederverwendbaren Probenbecher, und den ‚Standard-Test' (auch ‚aktiver Modus'), um mit einem an den Probenanschluss angebrachten Einweg-Mundstück genaue BAK-Ergebnisse zu erhalten. Aus praktischen Erwägungen nutzen wir in diesem Anwendungsfall nur den ‚Screening-Test'.
So funktioniert es – sowohl der 1-Wire-RFID-Leser als auch der Alkoholtester müssen im Fahrzeug montiert, an das Teltonika-GPS-Gerät angeschlossen und entsprechend eingerichtet werden. Um einen Fahrzeugmotor zu starten, müssen zwei Schritte nacheinander erfolgreich durchlaufen werden – die Authentifizierung des Fahrers und die Routine der Alkoholtester-Prüfung. Schlägt einer von beiden fehl, bleibt der Zündanlasser getrennt, um das Fahren zu verhindern. Die relevanten Ereignisdaten und Alarmbenachrichtigungen werden ausgelöst und an einen dedizierten Server und eine FM-Plattform gesendet, damit sie vom Flottenmanagement und/oder der verantwortlichen Person überwacht werden können.
Um durchzukommen, wird jedem Flottenfahrer eine RFID-Karte mit einer eindeutigen, werkseitig programmierten 64-Bit-Identifikationsnummer ausgehändigt. Zu Schichtbeginn muss sich eine Person authentifizieren, indem sie eine RFID-Karte näher an einen 1-Wire-RFID-Leser bringt. Ist dies erfolgreich, folgt der nächste Schritt – das Verfahren der Alkoholtester-Prüfung. Dazu muss ein Fahrer in einen wiederverwendbaren, am Probenanschluss eines Alkoholtesters angebrachten Probenbecher atmen. Wird in der Atemprobe Alkohol gefunden, schlägt die Alkoholtester-Prüfung fehl, was die Immobilizer-Freigabe stoppt.
Wurden schließlich beide Schritte, die Authentifizierung des Fahrers und die Alkoholtester-Prüfung, erfolgreich durchlaufen, wird der elektronische Datums- und Zeitstempel des Ereignisses ‚Schichtbeginn' erzeugt und registriert, der Zündanlasser freigegeben. Das Fahren des Fahrzeugs ist autorisiert, und der Mitarbeiter kann seine Aufgaben beginnen. Andernfalls bleibt das Fahren des Fahrzeugs eingeschränkt, und ein Fahrer muss in dieser Angelegenheit ein internes Unternehmensverfahren befolgen.
Ist eine Schicht beendet und der Fahrer für den Tag fertig, muss die RFID-Karte erneut an einen 1-Wire-RFID-Leser gehalten werden, um einen elektronischen Stempel ‚Schichtende' zu erzeugen; nun kann die Fahrzeugzündung endgültig ausgeschaltet werden.
So wird es eingerichtet – damit die Zündwegfahrsperre korrekt funktioniert, muss der Fahrzeugtracker FMC125 über den Teltonika Configurator eingerichtet werden. Zunächst muss die Option ‚Alcotester Check' innerhalb der Funktion ‚Immobilizer' aktiviert werden, wie unten gezeigt:

Zweitens muss der RS232-Modus des GPS-Trackers mit dem Modell Mercury des Alkoholtesters konfiguriert werden, um die entsprechende Datenkommunikation zwischen den beiden Geräten zu ermöglichen. Um eine elektrische Verbindung herzustellen, sollten die USB-Anschlusspins TXD und GND des Alcovisor Mercury entsprechend mit den RS232-Port-Pins RXD und GND des FMC125-Trackers verbunden werden. Außerdem muss die Einheit des Alkoholtesters wie in der Anleitung empfohlen kalibriert werden.

Die Methode der Zündwegfahrsperre lässt sich erfolgreich auf die meisten Firmenflotten anwenden, die leichte Transporter nutzen: Telekom-, Internet- und Kabeldienstanbieter, Versorgungsdienstleister, Postämter, Entsorgung, Bau, Fertigung und Verarbeitung, Non-Food-Einzelhandel, Großhandelsunternehmen und andere.
Mithilfe von GPS-Trackern lässt sich die Routine zur Überwachung des aktuellen Zustands und zur Wartung der Firmenflotte in einen automatisierten Prozess verwandeln, der sicherstellt, dass die Fahrzeuge stets im richtigen Zustand gehalten werden. Das Modell FMC125 bietet zusammen mit dem Adapter LV-CAN200 nützliche Funktionen für einen reibungslosen und effizienten Betrieb: CAN-Bus-Datenauslesungen und viele praktische Szenarien wie Green Driving, Geschwindigkeitsüberschreitung, übermäßiger Leerlauf, Abschlepp- und Crash-Erkennung, Autogeofence und Trip, um nur einige zu nennen.
Firmware-Updates und Konfigurationsänderungen der Teltonika-Fahrzeugtracker lassen sich zudem mit dem kürzlich erneuerten Tool FOTA WEB durchführen. Es ist eine leistungsstarke Softwarelösung, die hilft, GPS-Geräte schnell und effizient zu verwalten. Zusammenfassend begegnet die Zündwegfahrsperre mehreren erheblichen Herausforderungen gleichzeitig – höchst schädlichen Gewohnheiten und Vorfällen durch Trunkenheit am Steuer, der Authentifizierung der Fahrer, der automatisierten Zeitmessung der Belegschaft sowie der Ortung, Überwachung und Verwaltung der Flottenfahrzeuge.
Topologie

Vorteile
- Großer Risikofaktor, Trunkenheit am Steuer, endgültig schnell behoben – das Problem des Fahrens unter Alkoholeinfluss wird in Firmenflotten ein für alle Mal mit minimalem Aufwand und maximalem Ergebnis gelöst.
- Erhöhte Verkehrssicherheit – weniger alkoholbedingte Verkehrsunfälle, Kollisionen, Sachverluste, schwere Verletzungen und Todesfälle.
- Verbesserte Schadenquote und Unternehmensrentabilität – durch Nutzung der Funktion ‚Alcotester Check' verbessern Firmenflotten die Gewohnheiten, Disziplin und Sicherheit der Fahrer, verringern riskante Fahrverhalten, Unfälle, Frachtverluste, Reparaturen, Wartung, Versicherungs- und medizinische Ausgaben sowie Betriebskosten, was zu einem besseren ROI, Cashflow und höheren Gewinnen führt.
- Umfangreiche Teltonika-GPS-Tracker-Funktionalität für die Bedürfnisse des Unternehmens – reichhaltiger Funktionsumfang, flexible Konfiguration, CAN-Bus-Auslesungen, mehrere Anwendungsszenarien und Vorteile, praktische Erkennungen wie Geschwindigkeitsüberschreitung, übermäßiger Leerlauf, Abstecken, Abschleppen und Crash ergänzen die Alkoholtester-Prüfungsfunktion und optimieren das Flottenmanagement.
- Problemlose Authentifizierung der Fahrer sowie Zeiterfassung, Überwachung und Verwaltung – eine genaue und einfach zu nutzende Methode zur Personalzeiterfassung unter Nutzung der 1-Wire-Technologie, passender Fahrzeug-GPS-Tracker und passenden Zubehörs. Daten sind jederzeit und überall über PC, Tablet und Smartphone zugänglich.
Warum Teltonika?
Teltonika bietet umfassende Sicherheitslösungen, die die Zündwegfahrsperre eines Fahrzeugs mit Alkoholtestern und GPS-Trackern integrieren, um sicherzustellen, dass nur nüchterne Fahrer Fahrzeuge starten und fahren können. Diese Technologie ist entscheidend, um Unfälle zu reduzieren und hohe Sicherheitsstandards in Ihrer Flotte zu wahren. Unsere Lösungen bieten Echtzeit-Tracking und -Überwachung und ermöglichen es Flottenmanagern, fundierte Entscheidungen zu treffen und die Betriebseffizienz zu verbessern.
Mit einem starken Fokus auf Qualität und Innovation ist Teltonika einer der globalen Marktführer in der Telematikbranche. Unsere benutzerfreundlichen und zuverlässigen Systeme sind darauf ausgelegt, den sich wandelnden Bedürfnissen moderner Flotten gerecht zu werden, und bieten unvergleichliche Sicherheit und Leistung. Mit der Entscheidung für Teltonika investieren unsere Kunden in Technologie, die verantwortungsvolles Fahren fördert, Ihre Anlagen schützt und die gesamte Flottensicherheit verbessert.



